SV Lilienthal-Falkenberg - Newsartikel drucken


Autor: Henning Burfeindt
Datum: 26.09.2019


Der Frust sitzt tief - erste Saisonniederlage der U12

Am vergangenen Dienstagabend trat unsere U12 bei der zweiten Mannschaft vom TSV St. Jürgen zum Nachholspiel an und musste am Ende die erste Niederlage der Saison einstecken. In der zweiten Halbzeit gelang es der Mannschaft nicht mehr, sich auf fußballerische Stärken zu besinnen und so sehr man sich über die äußeren Umstände beklagen kann, war es am Ende doch kein unverdienter Ausgang.

Gegen defensiv sehr kompakte Gastgeber gab es in den Anfangsminuten wenig Gelegenheiten in Tornähe und so mussten die Jungs das Spiel mit viel Geduld immer wieder von hinten aufbauen. Der TSV konnte in der Offensive zwei Eckbälle herausholen, die allerdings ohne nennenswerte Gefahr blieben. In der 12 Minute gelang es schließlich, mit einem langen Diagonalball das Spiel zu öffnen, Jan-Philipp konnte sich auf der linken Seite durchsetzen und schoß aus spitzem Winkel aufs Tor. Der Keeper konnte parieren, aber Jan-Philipp hob den Abpraller direkt vors Tor, wo Mahdi freistehend zum 0:1 einnickte. Der Treffer löste die Anspannung auf Lilienthaler Seite und in der Folge waren einige Chancen zu verzeichnen. In der 13. Minute scheiterte Eric knapp an Keeper und Pfosten und auch zwei Minuten später war bei einem Abschluss von Jan-Philipp der TSV-Torwart zur Stelle. Die folgenden Minuten gehörten dann dem Gegner, der einen Distanzschuss aufs Tor brachte und kurz darauf noch zwei Schüsse nachlegte, unseren Keeper Max jedoch nicht bezwingen konnte. Bis zur Halbzeitpause neutralisierten sich die beiden Teams dann weitestgehend.

Der zweite Durchgang hatte kaum begonnen, als unserer Abwehr ein Rückpass auf den Torwart misslang. Der Ball blieb im hohen Gras hängen und wurde vom gegnerischen Stürmer dankend aufgenommen und in die Maschen befördert. Sofort machte sich eine gewisse Unsicherheit in der zur Pause etwas umgestellten Mannschaft breit und nur zwei Minuten später kam es nach einem weiteren Ballverlust zu einer gefährlichen Chance, die Max reaktionsschnell entschärfen konnte. Unsere Jungs waren bemüht, schnell eine erneute Führung zu erzielen, rannten sich aber in der gegnerischen Abwehr zu häufig fest und versuchten es viel zu oft durch die Mitte. In der 39. Minute war es dann wieder ein Abstimmungsproblem, als zwei unserer Spieler den Ball sicher hätten klären können und ein TSV-Spieler ihr Zögern eiskalt ausnutzte und die Hausherren in Führung schoss. Mit noch zwanzig Minuten zu gehen hätten alle damit gerechnet, ein Aufbäumen der zuletzt mental so starken Mannschaft vom SV LiFa zu sehen. Stattdessen machte sich bei einigen Mutlosigkeit oder Frust breit, während andere in eifriges, aber leider auch meist überhastetes Anstürmen verfielen.

Das alleine hätte es schon schwierig gemacht, das Spiel noch einmal zu wenden, aber es sollte dann noch schlimmer kommen. Zunächst prallte unser Keeper Max bei einer Rettungsaktion mit dem heranstürmenden gegnerischen Spieler zusammen, konnte aber nach kurzem Schrecken zum Glück weiterspielen. Kurz darauf schlugen die Emotionen hoch, als der TSV einen Konter aus abseitsverdächtiger Position zum 3:1 abschloss. Aber gerade jetzt konnte der SV LiFa sich noch einmal schütteln und zehn starke Minuten anbieten. In der 44. Minute kombinierten sich Lino und Bent über mehrere Stationen bis vors Tor, wo letztlich der TSV-Keeper Sieger blieb. Und in der 52. Minute gab es noch eine spektakuläre Doppelchance, nach einem gefährlichen Kopfball von Eric landete der abgewehrte Ball bei Tom, der mit seinem Fallrückzieher das Tor nur knapp verfehlte. Fast im Gegenzug machte St. Jürgen mit dem 4:1 den Deckel endgültig drauf, dieses Mal aus sehr deutlicher Abseitsposition.

Verständlich, dass nach dem Abpfiff noch sehr lange mit den Umständen und der Schiedsrichterleistung im Besonderen gehadert wurde. Auf der anderen Seite muss man aber auch festhalten, dass die Mannschaft in der zweiten Halbzeit über weite Strecken nicht mehr ihre Stärken abgerufen hat und ein Spiel aus der Hand gegeben hat, das in der ersten Halbzeit sehr vielversprechend begann. Arbeiten wir also an den Faktoren, die wir beeinflussen können, und das heißt für die nächste Partie, die bereits am Freitag, 27.9. um 17:30 bei der JSG Steden/Axstedt stattfindet: Köpfe frei bekommen und wieder in das überlegte Kombinationsspiel zurückfinden, das uns in den ersten Partien so stark  gemacht hat.