SV Lilienthal-Falkenberg - Newsartikel drucken


Autor: Henning Burfeindt
Datum: 14.09.2020


Steigerung? Klingt komisch, ist aber so...

Es gab viel zu reden nach dem Auftritt vom vorigen Freitag. Motivation, positive Stimmung, Einsatzbereitschaft und Konzentration - das Trainerteam hatte genug Themen, um neben den Trainingseinheiten auf dem Platz auch die Köpfe der Jungs fit zu machen für die nächste Aufgabe. Dass diese mit dem VSK, dem Sammelbecken so ziemlich aller Auswahlspieler des Kreises, nahezu unlösbar sein würde, war dabei allen wohl bewusst. Letztlich hat der Verband die Spielklassen so einteilen wollen, für Spannung oder Motivation bei den Kindern wird er damit nicht gesorgt haben. Und so fällt die Betrachtung des Spiels auch differenziert aus...

Der Respekt vor dem übermächtigen Gegner war zu groß, die Angst vor Fehlern beherrschte in den ersten Minuten das Agieren des SV LiFa und nach 13 Minuten war das Spiel entschieden. Sage und schreibe 7 Gegentreffer waren bis dahin gefallen: schnelle Ballverluste, ein überfallartiges Passspiel des Gegners und zu zaghafte Rettungsaktionen waren die Ursache. Aber unsere Jungs versuchten, ihrerseits Chancen zu erspielen und tauchten gelegentlich auch gefährlich in der gegnerischen Hälfte auf. In der 4. und 5. Minute gab es eine Doppelchance für Maddox, in der 16. Minute störte Tom sehr effektiv das Aufbauspiel des Gegners und nur knapp konnte der VSK Schlussmann den Ball vor Niilo erreichen. Auch hinten gewann das Spiel an Sicherheit und nachdem jetzt der kämpferische Einsatz stimmte, konnten viele Chancen von Keeper Max und seinen Vorderleuten vereitelt werden. In höchster Not konnte beispielsweise Gregor alleine gegen drei VSK Stürmer den Ball am Pfosten vorbeiarbeiten. Der SV LiFa musste in dieser Phase dann auch nur noch einen Gegentreffer zum 0:8 Halbzeitstand hinnehmen.

Ein paar Umstellungen sorgten nach der Pause zunächst für ein paar offensive Akzente, bevor die Überlegenheit des VSK sich binnen fünf Minuten wieder mit vier Treffern niederschlug. Umso bemerkenswerter war allerdings, dass unsere Jungs das Fußballspielen nicht einstellten, sondern weiter arbeiteten. Hinten übernahm Jonas in der zweiten Hälfte den Job zwischen den Pfosten und konnte viele brenzlige Situationen mit Unterstützung der Defensive entschärfen. In der 49. Minute konnten dann endlich alle das wohlverdiente Ehrentor bejubeln. Tom konnte den Ball an der rechten Außenlinie erobern und Bent spielte einen tollen Pass in die Tiefe, wo Lino zunächst von einem Verteidiger und dem Keeper des VSK gestört wurde, sich dann aber stark durchsetzte und den Ball ins Netz schob. Verzeihlich sind die Aktionen der letzten zehn Minuten, wo das Team das Spiel in der Hoffnung auf weitere Erfolge schnell nach vorne tragen wollte, aber ein ums andere Mal hängen blieb und dem Gegner so noch die Chance zu weiteren vier Treffern ermöglichte.

Der ernüchternde Blick aufs Tableau zeigt also eine 1:16 Niederlage und das tut natürlich erst einmal weh. Direkt nach dem Anpfiff wollten die Spieler auch noch nichts hören vom Lob, das Trainer Haissam trotz dieser Zahlen für das Team zu verteilen hatte. Aber es lässt sich festhalten, dass viele der Themen in der Vorwoche bei den Jungs angekommen sind. Niemand hat nach Schuldigen für die Niederlage gesucht, alle haben läuferisch und kämpferisch überzeugt und nach dem frühen hohen Rückstand haben die Jungs nie aufgehört, für ihre Chancen zu arbeiten. Sicher, die ersten zehn Minuten wurden wieder etwas verschlafen und das Selbstvertrauen bei solch einem Ergebnis zu steigern ist nicht einfach, aber aus Sicht der Trainer überwiegen tatsächlich die positiven Erkenntnisse und mit der Hoffnung auf bessere Chancen reisen wir am kommenden Freitag nach Hambergen.