SV Lilienthal-Falkenberg - Newsartikel drucken


Autor: Henning Burfeindt
Datum: 06.06.2021


Vorbildlicher Einsatz beschert verdienten 2:1 Sieg

Nach der ersten Woche Sommerwetter in diesem Jahr war die Vorfreude auf das erste Punktspiel groß. Leider hatte das Regenwetter am Samstag vor dem Heimspiel gegen den SV Komet Pennigbüttel dann doch Spuren hinterlassen. Der Boden war tief und das nasse Gras ließ die Pässe langsamer, die Aufsetzer hingegen gefährlicher werden. Aber nach so langer Pause war das für die Kinder auf dem Platz nun wirklich kein Grund, sich zu beschweren...

Beide Teams gingen von Beginn an mit großem Einsatz zu Werke und es war schnell klar, dass das Spiel auch über die Zweikämpfe entschieden würde. Schon in der ersten Minute bekam der SV LiFa einen Freistoß in aussichtsreicher Position, Bent führte aus und sein Schuss rutschte nur knapp am Tor vorbei. Auf der anderen Seite hatte der Komet seine erste Chance durch einen Eckball und den scharf getretenen Ball setzte ein Pennigbütteler am ersten Pfosten gekonnt mit der Hacke ins Netz. Kalt erwischt in der 3. Minute, verloren unsere Jungs aber keine Zeit und arbeiteten sofort am Ausgleich, mehrere Ecken fanden nur leider keinen Abnehmer. In der 7. Minute führte eine schöne Kombination dann aber zum Erfolg: aus der Zentrale spielte Maddox den Ball auf den rechten Flügel, wo Bent einen Sprint bis zur Grundlinie ansetzte, seine scharfe Hereingabe konnte Mahdi dann aus kurzer Distanz in die Maschen drücken.

Der Rest der ersten Halbzeit gehörte komplett den Blau-Gelben: In der 9. Minute fand ein weiterer starker Lauf von Bent über rechts keinen Abnehmer in der Mitte, eine Minute später tankte sich Maddox durchs Getümmel im Strafraum und traf schließlich nur den Pfosten. In der 12. Minute bediente Tom mit einem schönen Lupfer Lino, der kurz vor dem Tor dann noch entscheidend beim Abschluss gestört wurde und nur zwei Minuten später verfehlte Maddox per Fernschuss knapp. In der 17. Minute dann ein Freistoß für Pennigbüttel, der keine Gefahr darstellte, im Gegenzug kam der frisch eingewechselte Jan-Philipp sofort zum Abschluss und verfehlte nur knapp. Teilweise entwickelte sich ein wahres Power Play, in der 20. Minute kombinierten sich Bent, Jan-Philipp, Lino und Tom durch den Pennigbütteler Strafraum und nach einem Handspiel entschied der Schiedsrichter auf Strafstoß. Bent entschied sich, zentral und hoch zu schießen, der Keeper konnte knapp an die Latte abwehren.

In der 27. Minute konnte dann wieder gejubelt werden: Jan Philipp setzte sich über rechts durch und schob den Ball vorm Tor quer zu Lino, der den Pfosten traf. Als er den Abpraller wieder in die Füße bekam, entschied sich Lino nicht für einen weiteren Schussversuch, sondern legte überlegt auf Tom ab, der den Ball scharf im kurzen Eck versenkte. Und es gab noch Chancen, vor der Halbzeit zu erhöhen. Nach schönem Kurzpasspiel mit Ravn und Bent schloss Maddox in der 29. Minute aus der zweiten Reihe ab und der Pennigbütteler Keeper hatte Mühe, zur Ecke zu klären. Eine Minute später traf Tom mit einem Schuss aus dem Gedränge nur das Lattenkreuz und in der Nachspielzeit fehlte Lino bei einem schönen Distanzschuss auch höchstens ein halber Meter.

In der Halbzeitpause gab es für Trainer Janis Krause dann auch nicht allzu viel Grund für Kritik. Natürlich hätte die Chancenauswertung besser sein müssen, in erster Linie erinnerte er seine Spieler aber daran, dass sie auf dem Platz noch mehr miteinander kommunizieren müssten.

Die zweite Halbzeit war gerade angepfiffen, als es erneut einen Strafstoß für den SV LiFa gab, diesmal nach einem Foulspiel. Jan-Philipp trat an und zielte leider knapp über das Gehäuse, auf das beruhigende 3:1 mussten die Jungs also weiter warten. Pennigbüttel hatte in der Pause umgestellt, die Abwehrreihen noch einmal verdichtet und lediglich zwei schnelle Spieler nach vorne abgestellt, die auf lange Abstöße warteten. Das Spiel fand weiter überwiegend in der Hälfte des Komet statt, die knappe Führung war bei Kontern aber stets in Gefahr. Die Abwehrreihe um einen souveränen Gregor in der Zentrale und die unermüdlichen Außenverteidiger Ravn und Moemen musste manches Laufduell aufnehmen. Wenn dann doch mal ein Gegner durch kam, war Keeper Max mit tollem Stellungsspiel auf dem Posten.

Auf der Gegenseite war unser Team weiter drauf und dran, die Führung zu erhöhen, im Zentrum wurde es aber immer undurchdringlicher. Maddox, Jan-Philipp und Bent hatten mehrmals die Möglichkeit, sich an mehreren Gegnern vorbeizukämpfen, scheiterten dann aber stets am glänzenden Keeper der Pennigbütteler. In Minute 45 konnte Lino nach schöner Kombination rund um den Strafraum eine Hereingabe ins Netz bugsieren, der Schiedsrichter erkannte den Treffer aber aufgrund Abseits zurecht nicht an. Zehn Minuten vor Schluss musste Abwehrchef Gregor verletzt vom Platz und es war an der Zeit für ein paar Umstellungen, um die gelegentlichen Gegenstöße weiter im Griff zu haben.

In dieser Phase war es beeindruckend, wie die gesamte Manschaft zusammengearbeitet hat: immer wieder haben Maddox, Bent und Levin die Wege aus dem Mitteleld nach hinten gemacht, um die schnellen Spieler des Gegners auszuschalten. Die Szenen wiederholten sich jetzt oft, in der Offensive wurde meist Bent über die rechte Seite geschickt und seine tollen Hereingaben einige Male nur knapp verpasst. Wenn dann doch mal ein Abschluss gelang, war ein ums andere Mal der Torhüter des Komet zur Stelle. Das erlösende Tor für den SV LiFa wollte nicht fallen und so kam es in der Nachspielzeit doch noch einmal zum Tempogegenstoß der Pennigbütteler. Und ein letztes Mal arbeitete das gesamte Team vorbildlich nach hinten, bis Ravn mit der letzten Aktion den Angriff entscheidend stören konnte und der ersehnte Schlusspfiff erklang.

Am Ende ein viel zu knappes Ergebnis in einem ansehnlichen Spiel, das vom SV LiFa über weite Strecken dominiert wurde. Trotzdem waren alle glücklich und zufrieden, dass die drei Punkte in Lilienthal geblieben sind und zu erkennen war, dass Kondition und vor allem Konzentration für 60 Minuten reichen. An der Chancenverwertung wird zu arbeiten sein, bis am nächsten Samstag um 14:30 mit dem TSV Dannenberg ein Gegner an der Mauerseglerstraße zu Gast sein wird, der spielerisch sicher mehr dagegenhalten kann.