SV Lilienthal-Falkenberg - Newsartikel drucken


Autor: Burkhard Wengorz
Datum: 04.12.2021


Das Problem mit den Jugendtrainern und Jugendbetreuern

Die Vereine suchen händedringend engagierte Trainer und Betreuer -  Der Bremer Fußball Verband unterstützt seine Vereine mit einer speziellen Idee "Eine Trainerlizenz für die Eltern"

Die Situation ist nicht neu. Viele Vereine in der Region um Bremen und Niedersachsen suchen dringend für ihre Jugendmannschaften Jugendtrainer und Jugendbetreuer.

Auch im SV Lilienthal Falkenberg ist es nicht anders. Auch hier benötigt man in einigen Altersklassen verantwortliche Personen, die dem Verein und ganz besonders den Kindern und Jugendlichen helfen könnten.

Aktuell sind 33 Trainer, Betreuer, Eltern und Helfer für die 15 Nachwuchsmannschaften im SV Lilienthal Falkenberg aktiv. Eine Zahl die Mut macht. Und trotzdem könnte man den einen oder anderen Jugendcoach noch gebrauchen.

Ideal wäre für eine Mannschaft ein Trainer, ein Co Trainer, ein Betreuer und ein Organisator der sich um das Umfeld der Mannschaft kümmert.

Dazu gehört einen Kontakt mit den Eltern aufbauen, sich bei Auswärtsspielen um den Fahrdienst kümmern, Ergebnismeldung bei Heimspielen und vielleicht sogar eine Fahrt planen in eine Jugendherberge oder zu einem interessanten Turnier.

"Das sind Wünsche, die man zur Zeit  nicht ganz lösen kann", resümiert Jugendleiter Burkhard Wengorz nach der ersten Halbserie 2021.

Doch wie sieht es bei den Vereinen im Bremen aus. Am heutigen Samstag stand in der Rubrik "Jugendtrainer" im Weser Kurier Redaktion Sport dazu ein interessanter Bericht.

Hier einige Auszüge aus dem Zeitungsbericht: Starten wir mit dem SC Vahr Blockdiek, der derzeit für seine D Jugend ein Hallentraining anbietet.

Damit der Spielbetrieb und das Training so richtig in Schwung kommt ist ein Vater aktiv. Sergio Ndombaxe ist 37 Jahre alt und hat drei Kinder. Ein Sohn gehört zur D Jugend des SC Vahr Blockdiek.

Das die Kinder Fußballspielen können haben sie dem Vater, der in Cuxhaven schon aktiv als Fußballer war schon gezeigt.

Er hat sich einfach zur Verfügung gestellt da kein anderer Vater und Vereinstrainer zur Verfügung stand. Heute ist er  ein echter Bestandteil der Trainergemeinschaft in der Vahr und natürlich bei den Jungen aus der D Jugend.

Auch beim Habenhauser FV spielen viele Kinder und Jugendliche Fußball. Für die 19 Jugendmannschaften stehen beim Habenhauser FV eigentlich zu wenig Trainer und Betreuer zur Verfügung.

"Wir sprechen immer wieder mit den Eltern ob sie uns unterstützen können", so Jugendleiter Thomas Fritz. Manche Eltern würden gerne mitmachen - doch haben Angst vor dieser Aufgabe und der großen Verantwortung. Viele geben an, dass sie beruflich zu sehr eingespannt sind und viele meinen wenn ich meinen Vereinsbreitag zahle muss der Verein liefern. 

Der Bremer Fußball Verband möchte gerade für diese Eltern mit einem Projekt die Ängste nehmen. Daher plant man einen "Trainerschein für Eltern" anzubieten.

Man nimmt den Eltern dann die Ängste und gibt ihnen ein Rüstzeug um ein vernünftiges altersgerechtes Training anzubieten.

20 Lerneinheiten sind von den Eltern zu bewältigen. Mit diesem einfachen Trainer Lehrgang kann man bei den jüngsten Jungen und Mädchen in den Altersklassen der F und G Jugend problemlos trainieren und starten. Der Rest kommt dann von alleine.

Im Blickpunkt steht die Freude am Fußballsport und um eine sinnvolle Begleitung der Kinder.

Der Vater und Trainer des SC Vahr Blockdiek findet diese Idee sehr gut und überlegt an solch einem Pilotprojekt des Bremer Fußball Verbandes teilzunehmen.

Er selbst hat die Kinder in der G Jugend übernommen, nun spielen die Jungen bereits in der D Jugend und sind total bei der schönsten Nebensache dem Fußball dabei.

Blicken wir zur TS Woltmershausen wo Marco Huntermann diese Unterstützung durch den Verband sehr gut und wichtig findet.

Mit seiner Erfahrung aus dem realen Alltag bittet er den Verband, das viele Plätze für interessierte Eltern zur Verfügung stehe. 

Das der Fußball eine bedeutende Bedeutung einnehme zeigt auch die aktuelle Corona Pandemie. Viele Kinder aus seiner Mannschaft sitzen mehr vor dem Fernseher und sind zu den Trainingstagen nicht mehr gekommen.

"Die Zeit des Lockdowns war grausam", so der Vahrer Vater und Trainer.

Dank des engagierten Vater aber läuft das Training und der Spielbetrieb weiter.

Dieses Beispiel mit dem Pilotprojekt könnte im Laufe der nächsten Jahre sicherlich Schule machen.

Die Vereine und ganz besonders die Jugendabteilungen müssen also neue und interessante Weg finden um wieder in die Normalität der Vereinsarbeit zu kommen.

Auch beim SV Lilienthal Falkenberg muss man für das kommende Jahr 2022 an einigen Stellschrauben drehen um in allen Nachwuchsmannschaften wieder eine normale Situation vorfinden kann. 

Unser Foto aus dem LIFA Archiv zeigt einen Jugendmannschaft des SV Lilienthal Falkenberg nach einem Präsenz Training in der Mauersegler Straße.

Die Jungen und Mädchen hatten vor Corona viel Spaß und Freude beim Training. Nun muss man wieder neu starten und mit viel Einsatz die Kinder und Jugendlichen zu formen und begeistern.